Illusionsraubzug an mir selbst
Tanz meiner Wünsche, Tanz meiner Ängste -
Wohl eng umschlungen im Gleichschritt gefehlt.
Eigene Fehler bitterst empfunden,
Hoffnung, die schimmert – dunkelstes Tal.
Ziel und Versagen, Traum und ein Stück
Von dem Realen, vermengt mit der Tück’
Schnell durchgehetzt über eilende Bahn,
nieder danieder – verzweifle daran.
Steh’ zu den Scherben und kitte mein Glück,
Schreib alles nieder und blicke zurück.
Erkenne die Grenzen, zahl’ den Tribut.
Schule des Lebens – Fehlerquartett.
Ideale, die kippen; Traumwelt, die wankt –
Schauer der Wahrheit, Vorhang verschwand.
Gibt es ein Leben in Realität?
Antrieb in Grenzen, die man versteht?
Ohne die Scheinwelt, die man selbst erbaut?
Ohne das Selbstbild, in das man vertraut?
Ohne die Schranken, die man selbst gesetzt?
Ohne die Brille, die mir aufgesetzt?
Gibt es ein Weiter – trotz Blick in sich rein:
Schwach und versagend, verdorben, gemein?
Selbstüberhoben, gepflegt und genährt,
Bis das Konkrete ein Weiter verwehrt.
Schonungslos, nackt und allein –
So bleibt mir die Frage:
Was wird der Antrieb mir sein,
Wenn ich versage?

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