Christen und die Musik (Teil 3)

„Man sollte ganz genau prüfen, was man hört.“
Der Inhalt einer Botschaft, die ich nicht verstehe, beeinflusst mich nicht. Darunter fallen fremdsprachige Texte, die ich nicht verstehe, Genuschel, Backward-Masking, etc.
Warum sollten wir als Christen so viel Zeit aufwenden, zuerst alles lupenrein zu prüfen, bevor man es hört? Ist das die Zeit wert?

„Warum hörst du denn nicht nur christliche Musik? Es gibt doch genügend!“
Wenn du krank bist: Gehst du dann zwingend zu einem Arzt, der Christ ist? Wahrscheinlich nicht. Du gehst zu einem Arzt, der gut ist – das kann natürlich ein Christ sein, muss es aber nicht.
Es gibt sicherlich gute christliche Ärzte, aber sicher auch schlechtere. Dann geht man lieber zu einem, der nicht Christ ist, aber sein Handwerk versteht.

Genau so geht es mir mit Musik. Ich höre gerne christliche Musik, wenn ich sie gut finde. Doch leider kenne ich zu wenig wirklich (in meinen Augen) gute. Daher höre ich auch viel Musik von nichtchristlichen Bands – einfach weil es für mich nichts vergleichbar Schönes auf dem christlichen Musikmarkt gibt.

„Du musst nicht unbedingt merken, dass Musik dich (negativ) beeinflusst. Musik wirkt nämlich im Unbewussten und beeinflusst dich so, ohne dass du es merkst.“
Was im Unterbewusstsein passiert ist ein weites Feld – ich glaube, darüber haben die meisten von uns nur sehr wenig Wissen. Die Bibel sagt sehr wenig bis gar nicht dazu. Wenn man sich auf die Ebene des Unterbewusstseins begeben will, muss man sich mit denen auseinandersetzen, die die ganze Fokussierung auf die unterbewussten Vorgänge im Menschen in Gang gesetzt haben: Sigmund Freud, C.G. Jung und Co. Dort müsste man sich schlau machen, was sie zur Auswirkung von Musik und Unterbewusstsein schreiben und was der heutige Erkenntnisstand der Psychologie ist.
Man mag zur säkularen Psychologie stehen, wie man will, aber die Erforschung des Unterbewusstseins wurde durch sie initiiert und wird auch heute hauptsächlich dort betrieben. Wenn also mit dem Unterbewusstsein argumentieren will, muss man sich auch auf dieses Gebiet begeben.

Wie stark beeinflusst Musik Menschen emotional?

Dies ist sehr unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Es hängt damit zusammen, wie stark man überhaupt auf Musik reagiert, was für ein Charaktertyp man ist (z.B. melancholisch) welche Erfahrungen man mit bestimmter Musik verbindet und woran man gewöhnt ist – man könnte hier lange fortsetzen.

Eine Sache sollte man bei dem ganzen Thema nie vergessen: Wenn man selber merkt, dass man durch eine bestimmte Musik negativ beeinflusst wird, sollte man es bleiben lassen. Alles wofür wir Gott nicht Danke sagen können, sollten wir bleiben lassen (Röm 14,23).
Aber dann muss man sich folgender Dinge bewusst machen: Man verzichtet auf das Hören der Musik, weil es nicht gut für einen ist – nicht weil es an sich falsch wäre.
Und man muss auch aufpassen, dass man nicht seine eigene Maßstäbe nicht anderen als Gesetz überstülpt.
the end – so far

~ von Erasmus der Geist am Mittwoch, 30. April 2008.

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