Determinismus Teil 1: Vorbemerkung

Einleitung
Ich möchte beschreiben, welchen Inhalt und Anspruch der Determinismus hat. Des weiteren werde ich versuchen aufzuzeigen, dass der Determinismus denkbar ist, jedoch genau wie mein Weltbild Glauben als Grundlage erfordert. Ich werde auf mir erscheinende Widersprüche innerhalb des Determinismus eingehen und letztlich noch an verschiedenen Stellen zeigen, welche Gedankenspiele innerhalb des Determinismus möglich sind.
Mein Ziel ist demnach folgendes: Ich möchte mit schlüssig und nachvollziehbar machen, wieso ich den Determinismus nicht für die wahrscheinlichste Erklärung für das Geschehen auf der Erdkugel und im ganzes Universum halten kann.

Auch möchte ich verraten, warum ich mich überhaupt kritisch gegen den Determinismus wende. Häufiger schon las ich die Aussage, dass der Determinismus auch ohne Gott eine Antwort auf die Frage liefern kann, warum in der Natur alle Dinge so geordnet, so zweckmäßig, so geplant sind. Eben weil alles in diesem Universum nach dem Prinzip Ursache und Wirkung abläuft.
Meine Antwort darauf war und ist, dass es einen Schöpfer, einen Planer und Baumeister, einen Gott gibt.
Jeder sollte sehen, dass sich diese beiden Aussagen wiedersprechen und so war ich gezwungen, meinen Standpunkt neu zu hinterfragen.

Nun denn lieber Leser, möchte ich Sie einladen meinen Gedankengängen zu folgen und Sie darum bitten – wo nötig – zu widersprechen.

Untersuchung des logischen Systems des Determinismus: Ist er widerlegbar?
An dieser Stelle muss man eines feststellen: Zum Determinismus gehört Glauben. Der Determinismus existiert nicht ohne Denkvoraussetzungen. Man kann diese Theorie nicht rein durch Beobachtung der Realität gewinnen. Determinismus kann durch Erfahrung weder wiederlegt noch bewiesen werden.

  • Zuerst muss man daran glauben, dass der Determinismus, das weltbestimmende Prinzip ist.
  • Weiterhin muss man auch glauben, dass das Prinzip der Kausalität keine Täuschung ist, die durch bestimmte Faktoren in unserem Bewusstsein verursacht wird.
  • Drittens muss man glauben, dass der Eindruck der Freiheit eine Täuschung ist.

Erst wenn man diese Dinge glaubt, kann man anfangen seine Beobachtungen auszuwerten und zu Schlüssen kommen.

to be continuend…

~ von Erasmus der Geist am Freitag, 2. Mai 2008.

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