Meint Gott, was er sagt?
“Der Mensch kann mit seinem Willen Gottes Vorsatz nicht vereiteln. Gott befielt Dinge, die wir gar nicht tun können, damit wir begreifen, dass wir es von ihm erbitten müssen.”
Wenn ich so argumentiere, kann ich auch sagen: “Gott gibt uns zwar den Eindruck, dass wir etwas erbitten müssen, damit wir merken, dass wir es nicht bekommen – und wenn wir bemerkt haben, dass wir nichts bekommen, begreifen wir, dass wir es letztendlich doch selber tun müssen.”
Damit haben wir uns einmal schön im Kreis gedreht. Aber es ist argumentativ ganz einfach möglich, wenn man einmal die Prämisse gelten lässt, dass Gott nicht meint, was er sagt, sondern das eine sagt, um damit das andere zu bewirken.

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