Miteinander reden!

Ein Gedanke – kurz, banal und doch zentral. Ein Gedanke, der so nach “Ich-Wünsche-Mir-Weltfrieden” klingt, dass ich mich kaum mehr traue, ihn niederzuschreiben; und dennoch tue ich es.

Veranlasst durch etliche Diskussionen rund um das diesjärige Christival habe ich mir die Frage gestellt: Warum redet man so viel übereinenader und so wenig miteinander? Wie gesagt – ich habe diese Platitüde schon angekündigt.

Mein Eindruck ist, dass eine Fülle von Missverständnissen über die Evangelikalen in Deutschland besteht. Und es scheint es mir, dass von evangelikaler Seite aus nicht versucht wird, diese Missverständnisse in einem sachlichen Dialog mit Andersdenkenden zu thematisieren und aufzuarbeiten. Stattdessen richtet man sich an “seine eigenen Leute” und vermittelt: “Jetzt ist die Situation, um Farbe zu bekennen! Wir dürfen nicht zulassen, dass der Glaube weiter in die Ecke gedrängt wird.”

Doch damit werden die Fronten weiter verhärtet, Vorurteile weiter bestätigt. Der folgende Gedanke ist wieder so banal, dass man mich fast schon dafür strafen müsste – und dennoch scheint er mir hier leider seine Berechtigung zu haben: Ist es nicht erschreckend und traurig zugleich, dass Vorteile gegenüber Christen dazu führen, dass diese sich noch klischeehafter verhalten – nach dem Motto “jetzt erst recht”?

~ von Erasmus der Geist am Samstag, 24. Mai 2008.

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